25.10.2008

Ironman Hawaii

Ich habe es geschafft................ wie geil. Die Quali für Hawaii!!! Wahnsinn. Das war im Juli. Danach kam einiges bis zum Start am 11.10 in Hawaii dazwischen. 2 Radstürze (Einmal ziemlich heftig: die Kurbel ist gebrochen, Gehirn Erschütterung, Rippenprellung etc.). Leider starb auch mein Vater und ein guter Freund von mir. Dazu kam die Übernahme meines Arbeitgebers durch ein anderes Unternehmen. Super toll und was kommt noch??

Die Anreise nach Hawaii ging sehr gut und ich dachte: endlich Ruhe. Nein, während eines Trainingsausflugs von Hawi zurück nach Kona am ersten Tag, um die Radstrecke kennen zu lernen, entschied eine Biene Bekanntschaft mit meinem linken Oberschenkel machen zu wollen und stach zu!! Danke, dachte ich!!! Abends am nächsten Tag musste ich leider ins Krankenhaus. Mein Bein war sehr dick geworden und hatte sich entzündet. Sah nicht so toll aus 4 Tage vorm Wettkampf - Prima. Ich bekam Antibiotikum und noch etwas (?) verschrieben. Nach zwei Tagen war alles einigermaßen wieder gut. Aber Antibiotikum zu nehmen, ist auch nicht ganz optimal vorm Wettkampf. So, jetzt kommt nichts mehr dazwischen. Alex meinte bis zum Start das ich in Wattebällchen eingepackt werden sollte!!

Samstag, der 11.10.2008 und ein Traum ist war geworden. Morgens um 6:50 am Pier von Kona, Hubschrauben fliegen, hawaiianische "Drummers" sind zu hören, die USA National Hymne, die Bucht von Kona voll von tausenden Zuschauern, Fernsehen, das Rennen wird weltweit verfolgt usw. usw. Ich lag da im Wasser mit meiner grünem Bademütze ( Nr. 441 ) und dachte einfach "........wie geil. Es geht gleich los und ich bin dabei"!!! Ich bin so dankbar für alles. Es hat sich alles gelohnt und dieses Gefühl über die Ziellinie zu laufen ( Kommt noch )- das kann mir niemand wieder weg nehmen. Wer hätte das kurz nach meiner OP vor 2 1/2 Jahren gedacht....!!? Ford World Championship Ironman und dieser Mythos Hawaii!!! Wahnsinn!! War ganz toll und es bleibt sicherlich lang bei mir in Erinnerung. Die Wettkampfbedingungen waren "etwas" härter als in Frankfurt. Wir hatten 42° C, 85% Luftfeuchtigkeit und einen Wind vom feinsten. Die Lavafelder boten nicht viel Schutz dagegen. Schwimmen war aber ein wenig schöner als der Langener Waldsee. Ich dachte: wie Schwimmen in einem Aquarium mit all diesen bunten Fischen und Korallen!! Es hat mich (weil ich Taucher bin.... !! ) ein wenig abgelenkt schneller zu Schwimmen (1:20:00 :-((( ) Radfahren war super aber durch die Witterungsverhältnisse war die Zeit schlechter als ich es mir erhofft habe. Manch andere Leute kommen damit zu recht aber ich wollte wenig riskieren oder mich verausgaben wegen des Marathons. Das möchte natürlich keiner aber ich muss meine Hüftprothese berücksichtigen. Wenn ich "unrund" laufe bekomme ich schon schnell Schmerzen und das wollte ich vermeiden, besonders auf der hawaiianischen Marathonstrecke. Ich wollte ins Ziel, egal wie.........!! Vorm Start habe ich es gut geölt - dann kann nichts passieren :-))) Trotz 5:37 Radzeit hatte ich rund 450 Athleten auf die Strecke überholt und ich bin als Gesamt ca. 800 auf die Laufstrecke gegangen. Nach 180 km Radfahren folgt bekanntlich ein Marathon von 42,195 km. Auf der Laufstrecke hatte ich schnell "meinen Langsamrhythmus" gefunden und alles ging gut!! Eis+Trinken+Eis+Trinken+Eis+Trinken und das 42,195 lang! Manchmal schüttete ich zu viel Eis in meinen Einteiler. Bekanntlich rutscht alles nach unten und zwischen den Beinen wurde es doch manchmal unangenehm kalt. Beim "Energy Lab" gab es Eigenverpflegung. Endlich bin ich an meine Gummibärchen gekommen... :-))) 10 km vorm Ziel bekam ich ein wenig Hüftschmerzen. Die Laufstrecke hat ( ist mir gesagt worden ) 260 Hm. und das ist Gift für mich. Es war aber doch erträglich. Nach 4:36 Std. Laufzeit war ich kurz vorm Ziel!!!!!! E n d l i c h - aber doch schade das dieser besondere Tag schon vorbei war. G Ä N S E H A U T pur!!!!!! Aliidrive und nur noch 200 Meter bis ins Ziel. Es tut mir leid aber mir fehlen die Worte!! Ich habe es geschafft " Howard - you are an Ironman". Ich wollte zwar schon gerne als "Daylight Finisher" ins Ziel kommen, aber im Nachhinein habe ich gedacht: bei Dunkelheit war es doch ganz besonders ins Ziel zu laufen mit der tollen Licht Show etc.!! Ich war super happy und habe alles in vollen Zügen genossen und in mich eingesaugt. Die ganzen Eindrücke. Es ging doch um nichts. In Frankfurt muss man sich qualifizieren und es ist hart aber auf Hawaii geht es um nichts. Es zählt nur, dabei zu sein und es zu genießen - das habe ich getan und in vollen Zügen. AK 50-55 Platz 50 von 100 und Gesamt 1050 von 1800 bin mehr als zufrieden. Nochmal dahin? Gern, aber nächste Jahr nicht...!!

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