05.10.2008

Guayaquil Marathon

Beruflich habe ich einen Termin in Argentinien und was liegt da näher als etwas früher anzureisen und dann noch in Equador einen Marathon mitzunehmen. Nach allerlei technischen Pannen (Flugzeug kaputt) bin ich tatsächlich 24 Stunden vor dem Marathon in Guayaquil gelandet. Nachdem ich mich im Hotel etwas erfrischt hatte, bin ich zum Stadion gefahren um meine Startnummer abzuholen. Von der Hitze (knapp 30 Grad), der Luftfeuchtigkeit (tropisch eben) und dem Smog wurde ich fast erschlagen. Abends habe ich noch einen längeren Spaziergang gemacht – verzweifelter Versuch mich irgendwie an das Klima anzupassen, Wecker auf 03:00 Uhr morgens gestellt und ab geht die Post. An der Hotelrezeption traf ich morgens einen Engländer in Laufklamotten und wir fuhren zusammen zum Stadion, dem Start und Ziel des Marathons. Beim Start um 05:00 war es stockdunkel, aber dafür milde 20 Grad. Ca. 2000 Läufer (davon fast 20 Schweden??) für alle Distanzen hatten sich versammelt, fast nur Latinos. Angeboten werden 10 km, 21 km und die volle Distanz, weswegen sich die 2000 Läufer schnell verteilten. Gelaufen werden zuerst 5 km zum Flussufer und wieder zurück (da waren die 10 km Läufer weg), dann nochmals 5 km nach Westen durch die Stadt bis zur Stadtgrenze und wieder zurück (und dann waren die Halbmarathonis weg) und wir durften dann noch 10 km am Flughafen vorbei nach Norden laufen. Alles innerhalb der Stadt, bei ein paar Millionen Einwohner kann man ja ne ganze Weile laufen. Nach der ersten Hälfte des Marathons war die Sonne aufgegangen (hinter dem Smog) und die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit und der Verkehr und der Smog wurden immer heftiger. Zufällig ging es auch noch mehrere km leicht bergauf, aber immerhin gab es jeden km Wasser oder Gatorade. Die letzten 10 km wurden zumindest für die Europäer (wir haben ja gerade Winter) ziemlich bitter: habe mir selten so viel Wasser über den Kopf geschüttet um die Maschine zu kühlen. Einlauf im Stadion nach bescheidenen 03:41 (119er und 51er in der Masters Division) war natürlich großartig, echtes Erlebnis und super Stimmung, das nächste Mal sollte man aber früher anreisen um sich an das Klima und die Zeitumstellung anzupassen.

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