Pinguine, Eisbären und anderen Bewohner polarer Regionen hätten sich im Wasser des Grünberger Freibades am vergangenen Sonntag wahrscheinlich wohlgefühlt. Für die Triathletinnen und Triathleten der Frankfurter Eintracht aus dem milden Klima des Rhein-Main-Gebietes hingegen wurde die Auftaktdisziplin zur Härteprobe: Statt der angekündigten 22 Grad lag die Wassertemperatur eher bei 11 Grad. Dennoch begaben sich fast 60 Eintrachttrias an den Start des 1. Grünberger Sparkassen-Triathlons und machten damit fast die Hälfte des gesamten Starterfeldes aus.
Etliche Athleten hatten sich wohl von den unfreundlichen Witterungsbedingungen (zwei Grad Nachttemperatur und Regenvorhersage) abschrecken lassen. Aber bis zum Start der ersten Gruppe um kurz nach zehn Uhr war die Außentemperatur immerhin auf verträgliche zwölf Grad gestiegen. Beginnend mit den Damen wurden die 13 Startgruppen im zehn- bis 15-minütigen Abstand in das eiskalte Freibadwasser geschickt - Neoprenanzüge waren dabei erlaubt, aber nicht jeder der Teilnehmer hatte das Glück, einen zur Verfügung zu haben.Bei den Damen und Herren ging es nach 500 Metern Schwimmen auf die 22 Kilometer lange Radstrecke. Die zahlreichen Anstiege in der hügeligen mittelhessischen Landschaft zu Füßen des Vogelsbergs boten reichlich Gelegenheit, den vom Schwimmen unterkühlten Körper auf Betriebstemperatur zu bringen. Die anschließende fünf Kilometer lange Laufstrecke war landschaftlich reizvoll, aber mit ihren knackigen Anstiegen auch sehr anspruchsvoll. Leider hatten einige Starterinnen und Starter auf der nicht ausreichend markierten und mit zu wenig Streckenposten versehenen Strecke Orientierungschwierigkeiten, vor allem auf dem Abschnitt durch die zwar malerische aber wie leergefegte Altstadt von Grünberg – das brachte für einige der Dreikämpfer ärgerliche zusätzliche Minuten auf's Laufzeitkonto. Besonders hart geprüft wurden aber unsere Nachwuchstriathleten, die ihren Wettkampf teilweise im strömenden Regen absolvieren mussten und dabei noch hervorragende Leistungen vollbrachten.Trotz aller widrigen Bedingungen war der Auftritt der Eintracht-Triathletinnen und -athleten durchweg erfolgreich: Mit Natascha Schmitt (1:08.38) und Christian Mittelsdorf (1:03.06) stellten die Adler vom Main Gesamtsiegerin und -sieger des Sprintwettkampfs. Auch die Plätze zwei und drei bei den Herren konnte die Eintracht für sich verbuchen, mit Johannes Rosenberger (1:03.48) und Yannick Obenauer (1:04.05).Gesamtzweiter Johannes Rosenberger und Gesamtsieger Christian Mittelsdorf (vlnr)In den Altersklassen der Damen siegten zudem Andrea Steffens (TW 45), Cordula Binder (TW 40), Eva Dahlman (TW 35), Natascha Schmitt (TW 20) und Selin Kröll (TW 18); bei den Herren Bernd Holstiege (TM 65), James Stewart (TM 50), Johannes Moschof (TM 40), Yannick Obenauer (TM 35), Christin Mittelsdorf (TM 30), Johannes Rosenberger (TM 20) und Marcel Seip (TM 18).Natascha Schmidt, Eva Dahlmann, Cordula Binder, Andrea Steffens (vlnr)Bei den Schülern 16-19 und "Einsteigern" (200 m / 10 km / 2,5 km) konnte sich der siebzehnjährige Till Jarczik in 40:40 Minuten als Sieger gegen Konkurrenten im Alter von 20 bis über 40 Jahren durchsetzen.Bei der Gruppe der Schüler 11-15 TW 10 erkämpfte Emilienne de la Fontaine den 1. Platz, Merline Scheerer den 2. Platz und Theresa Schlosser den 3. Platz für die Eintracht. In der TM 12 errang Johannes Lauterwald den 2. Platz und Lea Fischer in der TW 8 den 1. Platz. Merline Scheerer (TW 10 2. Platz), Theresa Schlosser (TW 10 3. Platz) , Till Jarczyk (Schüler 16-19 1.Platz), Charlotte Schlosser, Lea Fischer (TW8 1. Platz), Emilienne de la Fontaine (TW 10 1. Platz) (von oben links nach unten rechts)"Der Wettkampf an sich hatte sicher einiges an Verbesserungspotenzial, aber es war insgesamt ein tolles Teamerlebnis", bringt es Triathlon-Abteilungsleiter Georg Heckens auf den Punkt. "Die gemeinsame Anfahrt im Reisebus, Kaffee und Kuchen nach getaner Arbeit und so viele Platzierungen – das war ein super motivierender Auftakt für die neue Saison."12.05.2010
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