22.06.2022
Triathlon

Ein Tag mit Lichtblicken

Wieder einmal jagte am vergangenen Wochenende ein Event das andere: Platz 1 für KinderEngel RheinMain beim Zehn Freunde Triathlon, Bundesliga am Rothsee, Würzburg-Triathlon, 70.3 Luxemburg und Rapperswill.

40 Helfende beim Zehn Freunde Triathlon und Start für einen guten Zweck

Das Team KinderEngel RheinMain e. V. Team landete auf Platz 1 der Traumtänzerwertung beim Zehn Freunde Team Triathlon in Frankfurt Bergen-Enkheim. „Wir waren völlig platt und gleichzeitig hocherfreut, als Henning vom Veranstalter „sportwärts“ uns bei der Siegerehrung der Traumtänzer-Wertung auf Platz eins aufrief!“, erzählt Anja Nickel von den KinderEngeln RheinMain.

Ein gemischtes Team mit Lothar Kastl, Markus Zuber, Eckhard Melz und Alisa Polak von Eintracht Frankfurt Triathlon, dem Triathlon Team Bruchköbel, einer betroffenen Mutter, einem Freund der KinderEngel und Ultratriathlet Dirk Leonhardt, landete mit der starken Zeit von 12:59:49 Stunden ganz oben auf dem Treppchen. Als Belohnung gab es eine Siegertrophäe und das Zieleinlaufband.

„Henning hat uns zum zweiten Mal kostenfrei starten lassen, wie schön, dass uns so viele Menschen unterstützen“, sagt Anja. „Wir möchten mit unserem Start auf unser Anliegen aufmerksam machen. KinderEngel RheinMain e.V. versucht schwer und lebensverkürzt erkrankten Kindern und deren Familie kleine Lichtblicke zu schenken.“ Und am Sonntag war geanu so ein Tag. „Es ist wundervoll, dass sich Athleten und Athletinnen zur Verfügung stellen, um auf unseren jungen, ehrenamtlich geführten Verein aufmerksam zu machen.“ Nach der Siegerehrung kamen Teilnehmende sowie Zuschauende und haben die Spendendose gefüttert. 40 Helfer:innen von Eintracht Frankfurt Triathlon unterstützen als Streckenposten an der Rad- und Laufstrecke im Enkheimer Ried.

Die Bundesliga-Mädels freuten sich am Rothsee über Platz vier. Bei den Männern gab es einige Pannen.

Männerteam landet auf letztem Bundesliga-Platz

Einen schwarzen Tag hatte das Bundesligateam am fränkischen Rothsee. In bester Besetzung schien der Tagessieg über die Sprintdistanz greifbar nahe. Marius Lau (6.), Jan Künne (8.), Noah Diemann (43.), Philipp Hofmann (dsq) und Karl Mell (dsq) wollten nach den Sternen greifen und das Triathlon Team DSW Darmstadt entthronen. Theoretisch hätte das auch mit mindestens zwei Top-Ten-Platzierungen geklappt. „Als ich meine Sonnenbrille aufsetzen wollten, waren die Bügel ab“, erzählt Philipp Hofmann. „Ich habe sie kurzerhand in der Wechselzone zur Seite geworfen.“ Dies erwies sich als folgenschwerer Fehler, ein Kampfrichter beobachtete den Vorfall und disqualifizierte den Sportreferenten nach dem Radfahren: Rote Karte! Warum die Bügel überhaupt ab waren, ist ein Rätsel.

Karl Mell indes hatte einen Platten. Im Pit Stop tauschte er das Laufrad mit dem eines Athleten, der ausgestiegen war. Auch dies war nicht erlaubt und endete mit der zweiten Disqualifikation. Lediglich eigene Laufräder hätten hier verwendet werden dürfen. So mussten die Frankfurter Jungs mit Platz 13 vorliebnehmen, liegen in der Tabelle immerhin, nach Platz zwei beim Woogsprint, auf dem fünften Rang.

Das Frauenteam finishte auf einem erfreulichen vierten Tagesplatz in der Mittagshitze bei über 30 Grad. Annika Rahner kämpfte sich nach verhaltenem Schwimmauftakt zunächst alleine über die Radstrecke, ehe sie eine kleine Gruppe fand. Beim Laufen mobilisierte sie bei für sie alles und rannte auf Gesamtplatz zwölf vor. Nele Nieschlag (16.), Imke Klaus (17) und Nina Breidenbicher (29.) folgten in kurzen Abständen: Tagesplatz vier und Tabellenplatz sechs!

Uwe Hauke siegt in Würzburg

In Würzburg wurde am Sonntag, dem 19. Juni, der Laufstil Triathlon gemeinsam mit dem FrankenMan ausgetragen. Das Rennen war geprägt von Gluthitze, die mittags auf nahe 40 Grad anstieg. Auch die Olympische Distanz, die mittags um 13.30 Uhr gestartet wurde, stand im Zeichen der Hitze. „Das Schwimmen war schön, aber schon beim Radfahren habe ich gemerkt, dass das hart wird! Der Zeitfahrhelm ohne Lüftung war zusätzlich nicht die beste Wahl“, sagt Uwe Hauke. Hauke ist seit diesem Jahr Ligaleiter für die 2. Triathlon-Bundesliga Süd und konnte den Würzburger Triathlon gut mit seinem Aufenthalt am Rothsee verbinden. Mit einem starken Radsplit legte er aber 12 Minuten zwischen sich und seinen stärksten Verfolger und gewann seine Altersklasse am Ende in 2:33 Stunden souverän. „Beim Laufen habe ich mich nur noch von Beregnung zu Beregnung gekämpft. Immerhin sechsmal konnten wir auf den zehn Kilometern runterkühlen. Top-Hitzemanagement vom Veranstalter.“
 
Ebenfalls auf der Olympischen Distanz konnten sich Dominik Mathieu (2:36 Stunden) und Maik Pötschke (3:16 Stunden) den zehnten Platz ihrer Altersklasse sichern. Auf der Mitteldistanz machte Lothar Matzat ein sehr starkes Rennen und schrammte in 5:52 Stundenund Platz vier knapp am Podium vorbei. Florian Kling wurde Achter der M40.

Mosel-Schwimmen mit Neopren-Verbot beim 70.3 Luxembourg

1,9 Kilometer neopren-freies Schwimmen in der Mosel, 90 Rad- und 21 Laufkilometer bei 36 Grad. Knapp 30 Starter:innen von Eintracht Frankfurt Triathlon waren dabei. Laura Chacon-Biebach wurde Achte der Profis und finishte knapp unter fünf Stunden. Anja-Göttker-Schnetmann schreibt auf Strava: „Ich bin jede Dusche und Verpflegung angelaufen. Zwei Zentimeter Wassersäule in den Laufschuhen machen nicht wirklich Spaß.“ Am Ende war sie glücklich im Ziel: Platz sieben in der Altersklasse und 5:57 Stunden! Nicole Sauer hingegen wollte nach überstandener Corona-Infektion einfach nur finishen. „Ich habe acht Stunden lang Zeit“, sagte sie vor dem Rennen. Nach etwas über acht Stunden überquerte sie glücklich die Ziellinie: Finish geschafft! Auch Petra Mahlau war happy, über die Mitteldistanz starten zu dürfen und wurde Fünfte ihrer Altersklasse.

Maria Andreas in der Schweiz auf Platz sieben

Die Karbenerin Maria Andreas erreichte beim 70.3 Rapperswill in 5:15 Stunden den siebten Platz in der AK 35. Als Dritte ihrer Altersklasse wechselte sie nach 31:57 Minuten auf ihr Zeitfahrrad. 2:50 benötigte sie für die anspruchsvolle Radstrecke mit 1000 Höhenmetern und 1:46 Stunden für den Halbmarathon. „Beim 70.3 Dresden möchte ich die Quali für die 70.3 WM holen“, sagt Maria.

Bei den KinderEngeln RheinMain gibt es weiterhin die Möglichkeit, Pate für die Teilnehmenden zu werden und Geld zu spenden für das Projekt „Badewanne für die Kinderintensiv-Pflegeeinrichtung – Bärenfamilie Kahl“. Ausführliche Informationen zum Projekt unter www.kinderengel-rheinmain.de

Spendenkonto:
KinderEngel RheinMain e.V.
Frankfurter Volksbank
IBAN      DE15 5019 0000 7200 5871 83
Betreff: Triathlon oder Badewanne

  • #triathlon

0 Artikel im Warenkorb