04.07.2022
Triathlon

Birgit Zimmer wird Vize-Weltmeisterin

Am Samstag, den 25. Juni, ist Birgit Zimmer bei den Weltmeisterschaften über die Sprintdistanz im kanadischen Montreal gestartet. Im internationalen Feld sicherte sie sich WM-Silber!

Zum dritten Mal startete Birgit Zimmer bei Weltmeisterschaften im Sprinttriathlon. 2017 holte sie Bronze in Rotterdam,  2020 war die Weltreise nach Kanada bereits geplant, aber Corona machte dem ganzen einen Strich durch die Rechnung. In diesem Jahr nun endlich drei Wochen Campingurlaub in Québecs weitläufiger Natur mit dem WM-Abschluss in Montreal. „Ich hatte mich hier in jeden eiskalten See, Fluss oder Strom geworfen, um das bisschen Kraft in den Schwimmärmchen zu erhalten“, erzählt Birgit.

Der Sprint im Triathlon ist mein absolutes Lieblingsformat. Hier treffe ich endlich auf Gleichgesinnte aus der ganzen Welt.

Birgit Zimmer

Bis einen Tag vor dem Rennen wackelte das Format der WM: Starke Regenfälle hatten die Wasserqualität im St. Lorenz-Strom stark verschlechtert. Ein Duathlon statt Triathlon stand zur Debatte! Am Vorabend des Rennens die erlösende Nachricht: Wasserfrei im Alexandra Bassin des St. Lorenz Strom. „Der Sprint im Triathlon ist mein absolutes Lieblingsformat. Hier treffe ich endlich auf Gleichgesinnte aus der ganzen Welt“, sagt Birgit.

Auf dem Rad auf Platz zwei nach vorne gefahren

„Nach dem Startschuss konnte ich im herrlich frischen Wasser vielleicht 200 Meter einen Schwimmschatten nutzen, bevor ich abreißen lassen musste“, schildert Birgit. „Aus dem Wasser kam ich nach 750 Metern als Sechste, 1:25 Minuten hinter der ersten Frau.“ Die 60-Jährige profitierte von der langen Wechselzone mit steiler Treppe hinauf auf eine Parkhausebene, in der die Räder standen. Denn Laufen ist ihre Paradedisziplin. „Mit der schnellsten Wechselzeit konnte ich mich hier schon mal auf Platz fünf heranschieben.“

Der sehr technische Radkurs von 20 Kilometern bestand aus zwei Runden durch das historische Zentrum und das Hafengebiet von Montreal. Kleine giftige Anstiege, Bodenschwellen, welche die Kette hüpfen ließen, Überholverbotszonen sowie scharfe Kurven und Wendepunkte verlangten äußerste Konzentration. „Die ersten Kilometer kam ich überhaupt nicht in die Gänge, konnte mich zwar teilweise mit einer Amerikanerin abwechseln, aber es war noch viel zu langsam“, so Birgt. „Als ich dann doch zwei Frauen meiner AK überholen konnte, ging endlich die Post ab.“ Nachdem zwei Kanadierinnen an ihr vorbeifuhren, gab sie alles und fuhr mit: Zweitschnellster Radsplit ihrer Altersklasse! Nun folgte ihre vermeintlich stärkste Disziplin, der abschließende Fünf-Kilometer-Lauf. „Leider war es so schwülheiß, dass ich hier meinen Trumpf nicht ausspielen konnte. Mit dem viertschnellsten Laufsplit ging es nur noch darum, nach den fünf Kilometern einigermaßen heil in das Ziel zu kommen und nach hinten abzusichern.“ Mit einem Rückstand von lediglich 36 Sekunden wurde die Frankfurterin in 1:17:54 Stunden Vize-Weltmeisterin im Sprinttriathlon und findet die passenden Abschlussworte: „Das ganze Event hat meine Erwartungen mehr als übertroffen. Meilleurs souvenirs de Montréal!“

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